Heizungskosten im Vergleich: Welches System lohnt sich langfristig?
Eine Wärmepumpe kostet im 20-Jahres-Vergleich bei aktuellen Energiepreisen (Wärmepumpen-Sondertarif ca. 22 ct/kWh, Gas ca. 11 ct/kWh, Stand Apr.–Jun. 2026 (je Energieträger)) typischerweise am wenigsten – unser Rechner ermittelt Ihren individuellen Fall. Die Gesamtkosten umfassen Anschaffung, Betrieb, Wartung und KfW-Förderung für Gas, Öl, Wärmepumpe, Pellets und Fernwärme über bis zu 20 Jahre.
CO₂-Kosten für fossile Brennstoffe sind politisch reguliert und können sich ändern, während erneuerbare Systeme wie Wärmepumpen von Förderprogrammen profitieren können. Für eine individuelle Beratung sprechen Sie mich gerne an.
Hinweis zur Genauigkeit
Ihr Heizungsvergleichsrechner
Kostenvergleich
| System | Investition | Förderung | Jahreskosten | Gesamt (20 J.) |
|---|
Gesamtkosten im Vergleich
Aktuelle Energiepreise (Stand: Stand Apr.–Jun. 2026 (je Energieträger))
So berechnen wir den Vergleich
Der Heizungsvergleichsrechner berücksichtigt alle wesentlichen Kostenfaktoren:
Energiekosten
Für konventionelle Systeme (Gas, Öl, Pellets, Fernwärme) wird der Energieverbrauch durch den Nutzungsgrad geteilt und mit dem Brennstoffpreis multipliziert. Bei Wärmepumpen wird stattdessen der SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) verwendet – der Jahresarbeitszahl, die angibt, wie viel Wärme pro eingesetzter Kilowattstunde Strom erzeugt wird. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit SCOP 3,5 erzeugt aus 1 kWh Strom 3,5 kWh Wärme.
Investitionskosten
Die Anschaffungskosten werden als Mittelwert aus Mindest- und Höchstpreis kalkuliert. Darin enthalten sind Material, Installation und Inbetriebnahme.
Wartungskosten
Jährliche Wartungskosten (inkl. Schornsteinfeger, Kesseldienst, Filterreinigung) werden als Pauschale pro System eingerechnet. Wärmepumpen haben dabei die niedrigsten Wartungskosten, Pelletheizungen die höchsten.
KfW-Förderung
Der Rechner berücksichtigt die KfW 458 Heizungsförderung für Wärmepumpen und Pelletheizungen:
- Basisbonus 30 %: Für den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme
- Klimageschwindigkeitsbonus (Klimabonus) 20 %: Bei selbstgenutzter Wohneinheit; für Gas in der Regel ab 20 Jahren, für Öl oder Kohle/Nachtspeicher altersunabhängig. Pelletheizungen werden hier konservativ ohne Klimabonus gerechnet, weil für Biomasse zusätzliche Bedingungen gelten.
- Effizienzbonus 5 %: Für Sole-Wasser-Wärmepumpen im Vergleich berücksichtigt
- Deckel: Maximal förderfähig sind 30.000 € für die erste Wohneinheit; weitere Wohneinheiten werden nach KfW-Staffel berücksichtigt. Die Zuschusshöhe ist auf 70% gedeckelt.
Wichtig: Der iSFP-Bonus (+5 %) gilt nur für BAFA-Einzelmaßnahmen – nicht für KfW 458. Der Einkommensbonus (bis 30 %) ist im Rechner nicht enthalten, da er eine Einkommensprüfung erfordert.
Warum Wärmepumpen immer attraktiver werden
Die Rahmenbedingungen verschieben sich zugunsten erneuerbarer Heizsysteme. Drei Faktoren machen Wärmepumpen langfristig wirtschaftlicher:
Steigende CO₂-Preise
Der nationale CO₂-Preis liegt 2026 laut Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) im Korridor von 55–65 € pro Tonne. Künftige CO₂-Kosten können sich politisch und marktabhängig ändern; dadurch bleiben Gas und Öl ein Preisrisiko in der Langfristbetrachtung.
Hohe Effizienz moderner Wärmepumpen
Moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichen im realen Betrieb eine Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,0 bis 4,5 – der normierte SCOP (EN 14825, Prüfstand) liegt bei 3,8 bis 4,8. Aus 1 kWh Strom werden so 3 bis 4,5 kWh Wärme. Sole-Wasser-Wärmepumpen erreichen typischerweise SCOP-Werte von 4,0 bis 4,8 (Prüfstand). Damit sind die Betriebskosten mit WP-Sondertarif oft niedriger als bei fossilen Systemen. Mehr zur Wirtschaftlichkeit erfahren Sie in unserem Blogartikel: Wärmepumpe vs. Gas- und Ölheizung 2026.
Attraktive Förderung
Die KfW fördert den Heizungstausch mit bis zu 70 % der Investitionskosten (30 % Basis + 20 % Klimabonus + 30 % Einkommensbonus = 80 %, gedeckelt auf 70 %). Bei einem Investitionsvolumen von 30.000 € kann die Förderung bis zu 21.000 € betragen. Der Klimabonus gilt nur für selbstgenutzte Wohneinheiten; bei Gas in der Regel erst ab 20 Jahren Anlagenalter.
Die Installation übernimmt ein qualifizierter Fachbetrieb wie der Meisterbetrieb Barenthin Heizung in Celle. Ich erstelle die BzA (Bestätigung zum Antrag) und begleite Sie bei der KfW-Antragstellung.
Häufige Fragen zum Heizungsvergleichsrechner
Welches Heizsystem ist am günstigsten?
Wie lange dauert es, bis sich eine Wärmepumpe amortisiert?
Berücksichtigt der Rechner Förderungen?
Ist Pellets teurer als Gas geworden?
Pelletpreise schwanken marktabhängig. Aktuell liegen Pellets bei ca. 8 ct/kWh (Stand Apr.–Jun. 2026 (je Energieträger)) und sind damit meist günstiger als Gas (rund 11 ct/kWh). Langfristig sind Pellets weniger von CO₂-Preisentwicklungen betroffen als fossile Brennstoffe. Maßgeblich sind die aktuellen Marktpreise der BDEW/DEPV.
Wie genau sind die Ergebnisse?
Werden Nebenkosten wie Schornsteinfeger berücksichtigt?
Ja, die jährlichen Wartungskosten (inkl. Schornsteinfeger, Kesseldienst etc.) sind in der Berechnung als Pauschale pro System enthalten.
Kann ich den Rechner auch für Mehrfamilienhäuser nutzen?
Rechtliche Hinweise
Haftungsausschluss: Die Ergebnisse des Heizungsvergleichsrechners sind unverbindliche Richtwerte ohne Gewähr. Sie ersetzen keine professionelle Energieberatung und haben keine rechtliche Bindung. Tatsächliche Kosten hängen von Tarif, Gebäude, Region und Förderbescheiden ab.
Datenschutz: Alle Berechnungen erfolgen lokal in Ihrem Browser. Das Berechnungsergebnis wird optional lokal zwischengespeichert, damit Sie es direkt ins Kontaktformular übernehmen können – es wird nicht an Server übertragen. Details in der Datenschutzerklärung.
Weiterführende externe Quellen: KfW 458 Heizungsförderung, BAFA.
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